Gegen den Meister muss ein Sieg her

Dienstag, 31 Mai 2016

Beim Auswärtsspiel im Raublinger Ortsteil Großholzhausen präsentierte sich der ASV Happing schwach und brachte die Kreisligareserve durch individuelle Fehler zu einem Heimsieg, der für die Holzhausener den Klassenerhalt bedeutet. Am Ende hieß es 3:5.


Die Gastgeber vom ASVG zeigten vom Anstoß weg, dass ihre Mannschaft auf den Heimsieg und den damit verbundenen Klassenerhalt pochte. Nach nicht einmal einer Spielminute gab es die erste gelbe Karte für die Hausherren, die den Happingern in den Zweikämpfen früh den Schneid abkauften. Und so erspielte sich Holzhausen die erste Möglichkeit, die Keeper Kasprzyk aber zur Ecke abwehren konnte. Happing war zunächst etwas zu passiv und den bekannten Schritt zu spät. Einzig nennenswerte Aktion in der Anfangsphase war ein Fernschuss von Meyer nach zehn Minuten. Meyer war es dann leider, der wenig später an einem Pass auf der rechten Seite der Holzhausener vorbeischlug und die Kicker aus dem Raublinger Ortsteil über die rechte Seite das 1:0 erspielten: Jakob Seidel wurde von der Flanke bedient und spritzte in den Ball und netzte eiskalt zum 1:0 ein (11.). Der Treffer gab dem Gastgeber weiter Sicherheit und mehr Mut. Nur sieben Minuten später kam die Zehetmair-Elf wieder über rechts und Maxi Lippert nagelte den Ball ins kurze Eck des Happinger Tors und zum 2:0. Nun war Happing völlig geschockt und nur eine Minute nach dem 2:0 verursachte Ferraro im allgemeinen Strafraumgetümmel einen Foulelfmeter. Ob unberechtigt oder nicht konnte der Verfasser nicht sehen, allerdings wirkte unser ASV in dieser Phase des Spiels total überfordert. Thomas Mühlbauer verwandelte sicher ins linke Eck zum 3:0. Danach verflachte das Spiel, Großholzhausen nahm natürlich aufgrund des Torepolsters ein wenig das Tempo raus und das Spiel verlagerte sich ins Mittelfeld. Happing konnte nur für wenig Entlastung sorgen, kam dann aber durch einen herrlichen Pass von Kokocinski auf Routinier Meyer zum 1:3 - Anschluss. Meyer nahm den Ball von Kokocinski Volley (30.). Richtige Aufbruchstimmung nach dem Anschluss kam jedoch nicht auf, die Mannschaften beackerten sich weiter im Mittelfeld. Einzig einen schnellen Konter von Großholzhausen, bei dem Keeper Kasprzyk einen gefährlichen Ausflug wagte (33.) und einen Freistoß von Kaya auf Keeper Martin Janosch (45.) gab es in Halbzeit Eins nichts mehr zu verzeichnen.
Nach dem Pausentee erwischte wieder Großholzhausen den besseren Start, zunächst war Lorenz Riepertinger mit einem Schuss übers Tor gefährlich (den Ball muss er eigentlich machen!!), dann lupfte Murecahajic den Ball nach Klassepass von Eckl neben das Holzhausener Tor (55.). Für die Entscheidung im Spiel sorgte dann Matchwinner Jakob Seidl mit seinem zweiten Treffer, den er per Volleyabnahme besorgte.
In einem zerfahrenen Spiel, bei dem Holzhausen eigentlich wie der sichere Sieger aussah, schaffte es Happing dann trotzdem immer wieder zumindest vom Ergebnis her im Spiel zu bleiben: Thomas Kolz besorgte in der 69. Spielminute per Drehschuss das 2:4 im Strafraumgetümmel nach einem Freistoß und Happing hatte dann tatsächlich noch durch einen Kopfball von Schaletzky (74. vorbei) und einem Abschluss von Murecahajic (83. vorbei) die Möglichkeit das Spiel knapper zu gestalten, letztendlich setzte sich aber die aggressivere und bessere Mannschaft durch. Thomas Anrtetter sorgte nach einem Konter für das 5:2, das Tor vom eingewechselten Christopher Eckl nach langem Abschlag von Keeper Kasprzyk war letztendlich nur Ergebniskosmetik.
Für unseren ASV heißt das, dass man die Chance auf den Klassenerhalt vertan hat. Mit einem Sieg wäre man heute durch gewesen und hätte am nächsten Sonntag mit Meister Samerberg gemeinsam feiern können. So steht man am Sonntag ab 15:00 Uhr unter Zugzwang und muss eigentlich auf Sieg spielen, da man nicht weiß, ob ein Unentschieden für den Verbleib in der A-Klasse reicht. Konkurrent Flintsbach spielt in Au, Bad Feilnbach tritt in Brannenburg an. Auf gehts Happing!
Der ASV spielte mit: Kasprzyk, Schaletzky, Mayer, Kolz, Kokocinski, Capodeci, Ferraro, Cemil Kaya (45 West, 70. Rückwechsel), Murecahajic, Levent Kaya (68. Eckl), Stotko.