Die Geschichte des Eisstocksports

Mittwoch, 01 Januar 2014

Der Eisstocksport...


...ist trotz jahrhundertealter Tradition eine morderne Sportart

  • für die Jugend
  • für die Damen
  • für die Herren
  • für die Senioren

... kann im Winter auf Natur- oder Kunsteis und im Sommer auf Asphalt gespielt werden

  • als Leistungssport
  • als Gesundheitssport
  • als Ausgleichssport
  • als Freizeitsport

Aus der Geschichte des Eisstocksports

Zu Beginn unseres Jahrhunderts entstanden die ersten Ansätze zum sportlichen Wettkampf. In den dreißiger Jahren hatte sich dieser Sport schon soweit durchgesetzt, dass es Deutsche Meisterschaften gab und bei den Olympischen Spielen 1936 in Garmisch-Partenkirchen auf dem Riessersee ein Vorführwettbewerb ausgetragen wurde.

Das Eisstockschießen fand von Anfang an schnell die Begeisterung der Bevölkerung. Besonders für die Bauern und Handwerker war es eine wunderbare Möglichkeit, die durch den Frost bedingte Untätigkeit im Winter spielerisch zu überwinden. Langsam entwickelte sich das Eisstockschießen vor allem in Bayern und Österreich zu einem Volkssport. Bereits auf einem Bild von Pieter Breughel (1565), das zugefrorene Eisgrachten in den Niederlanden zeigt, sind "Eisstockschützen" zu sehen.

Der Eisstocksport heute

Eisstocksport wird nicht nur in vielen Ländern Europas betrieben, sondern auch in Nord- und Südamerika, Australien, Afrika und Asien. Alle Nationen haben sich der Internationalen Föderation Eisstocksport (IFE) angeschlossen.

Seit 1951 werden Europa- und seit 1983 Weltmeisterschaften ausgetragen. In Deutschland wird in allen Bundesländern der Eisstocksport wettkampfmäßig betrieben. Fast überall ist er auch ein beliebter Freizeitsport, der in vielen Wintersportorten fester Bestandteil des sportlichen Angebots ist.

Im Winter in Kunsteisstadien, auf Natureis oder auf zugefrorenen Seen, im Sommer auf Asphaltbahnen, kann dieser Sport von der Jugend bis ins hohe Alter ausgeübt werden.

Zum Vergnügen, zur Körperertüchtigung und nicht zuletzt zur geselligen Unterhaltung. Der Gemeinschaftsgedanke offenbart sich dabei nicht im Spiel, sondern auch im Beisammensein nach den Kämpfen in der starken Einbeziehung des Sports in das Gesellschaftliche.

Das moderne Wettkampfgerät besteht aus dem Stockkörper, verschiedenen Laufsohlen und dem Stiel. Der komplette Eisstock hat ein zulässiges Gesamtgewicht von ca. 4,3 kg. Auf Eis sind die Laufsohlen aus Gummi und auf Asphalt aus Kunststoff. Je weicher die Mischung des Materials, desto "strenger" geht die Laufsohle im Wettkampf.

Stockschießen

Stockschießen, oder Stockspiel, wie es neuerdings heißt, ist vor allem im Alpenraum verbreitet und hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Curling. Es gibt den Mannschafts-, den Weiten-, und den Zielwettbewerb.

Spielregeln Mannschaftswettbewerb

Daube mit 12 cm Durchmesser
Daube, Ø 12 cm

Beim Mannschaftsspiel versuchen zwei Mannschaften die Eisstöcke von der Abspielstelle aus möglichst nahe an die "Daube" zu schießen. In einer Mannschaft sind normalerweise vier Personen. Das Ziel ist den eigenen Stock in Bestlage (d.h. ihn näher zur Daube als der Gegner) zu bringen. Es zählen nur Stöcke die sich innerhalb des Zielfelds befinden.

Eine der beiden Mannschaften beginnt mit dem Spiel, indem sie versucht einen ihrer Stöcke in das Zielfeld zu schießen. Jetzt schießt die gegnerische Mannschaft so lange, bis einer ihrer Stöcke in Bestlage ist.

Wenn eine Mannschaft keine Stöcke mehr hat ist der Gegner an der Reihe. Wenn beide Mannschaften mit allen ihren Stöcken geschossen haben, ist die Kehre zu Ende und die Mannschft deren Stock sich in Bestlage befindet bekommt Stockpunkte. Für den Stock in Bestlage gibt es drei Stockpunkte für jeden weiteren Stock der gleichen Mannschaft, der näher bei der Daube ist als der nächste Stock des Gegners gibt es weitere zwei Punkte. Ein Spiel hat sechs Kehren, das heißt sechs Durchgänge. Die Mannschaft mit der größeren Anzahl von Stockpunkten erhält zwei Gewinnpunkte, die andere Mannschaft null Gewinnpunkte. Die Mannschaft mit den meisten Gewinnpunkten gewinnt das Turnier.

Der Stock

Der Stock
Zeichnung eines Eisstocks

Der Stock Besteht aus drei Teilen: Dem Stiel, dem Stockkörper und der Laufsohle. Die Stockkörper wiegen zwischen 2,7 kg (Schülerstock) und 3,8 kg.

Die Laufsohlen gibt es als Sommer- und Winterlaufsohlen in verschiedenen Farben, die sich in der Härte unterscheiden. Die Farben sind Weiß, Grün, Schwarz, Rot, Grau, Gelb und Blau. Die weiße Laufsohle hat den geringsten Reibungswiderstand, die blaue den größten.

Die Spielfläche

Spielfläche Stockspiel
Spielfläche

Im Winter wird auf Eis gespielt. Im Sommer spielt man meistens auf Asphalt. Bei den Abmessungen des Spielfelds gibt es kleine Unterschiede zwischen überdachten Anlagen und Anlagen ohne Dach. Der Abstand zwischen Abspielstelle und dem Mittelkreuz auf der anderen Seite beträgt aber fast immer 24,5m.